Glaube und Spiritualität
Kreative Auseinandersetzung mit dem Glaubensbekenntnis
In einem Workshop hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich intensiv und kreativ mit dem Glaubensbekenntnis auseinanderzusetzen – und das auf eine Weise, die sowohl den Verstand als auch die Sinne anspricht.
Interaktive Auseinandersetzung mit dem Glauben
Dieses Bildungsangebot zeigt, wie die Begegnung mit Kunstwerken und die Anwendung kreativer Methoden genutzt werden können, um die Auseinandersetzung mit religiösen Themen zu vertiefen und mit anderen Teilnehmenden in den Austausch und in die Reflexion zu kommen.
Zu Beginn des Workshops wurde den Teilnehmenden ein Kunstwerk oder eine Bilderserie vorgestellt, die eine visuelle Interpretation eines Glaubensbekenntnisses darstellt – sei es das Nicäische oder das Apostolische Bekenntnis. Die Kunstwerke, die zu verschiedenen Aspekten des Bekenntnisses in Beziehung stehen, wurden im Raum verteilt und luden dazu ein, sich mit den dargestellten Glaubensaussagen auseinanderzusetzen. Dabei sollte der Fokus nicht nur auf einem einzigen Kunstwerk liegen, sondern die Teilnehmenden anregen, verschiedene künstlerische Perspektiven zu betrachten.
Im nächsten Schritt wurde das Glaubensbekenntnis in kleinere Abschnitte unterteilt, die an die Teilnehmenden einzeln verteilt wurden. Zu jeder Aussage des Bekenntnisses – zum Beispiel „Ich glaube an Gott, den Vater“ – wurde die Gruppe eingeladen, spontan zu äußern, was ihr persönlich zu dieser Aussage einfällt. Diese offenen, reflektierenden Beiträge förderten ein wertvolles Gespräch und schufen Raum für individuelle und gemeinschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema Glauben.
Anschließend wurden die Teilnehmenden gebeten, die Abschnitte des Glaubensbekenntnisses mit den Bildern oder Kunstwerken in der Mitte des Raumes zu verbinden. Diese Übung half den Teilnehmenden, ihre eigenen Gedanken visuell zu verankern und eine tiefere Verbindung zu den verschiedenen Aspekten des Glaubensbekenntnisses herzustellen.
In einer darauffolgenden Runde teilten die Teilnehmenden ihre Wahl und begründeten, warum sie sich für genau dieses Kunstwerk entschieden hatten. Dabei wurde deutlich, wie individuell die Wahrnehmung und Bedeutung von Glaubensaussagen sein kann und wie sich Kunst als Medium eignet, diese Vielfalt zu reflektieren.
Die kreative Phase
Der Workshop fand seinen Höhepunkt in einer kreativen Phase, in der die Teilnehmenden ein eigenes Heft gestalteten, das die Aussagen des Glaubensbekenntnisses in visuell und inhaltlich schöpferischer Form beinhaltete. Jeder erhielt ein kleines Heft, dessen Seiten mit transparentem Pergamentpapier abgetrennt waren, und bekam das gesamte Glaubensbekenntnis als Textauszug. Die Aufgabe bestand darin, die einzelnen Sätze in das Heft einzufügen und die Seiten auf kreative Weise zu gestalten – sei es durch Zeichnen, das Nachbilden eines Kunstwerks, das Verwenden von Materialien wie Wachsmalkreiden oder das Einfügen von Fotografien und Collagen. Diese kreative Aufgabe gab den Teilnehmenden die Freiheit, ihre persönliche Auseinandersetzung mit den Glaubensaussagen künstlerisch auszudrücken.
Ein bleibendes Ergebnis
Die Ergebnisse der kreativen Phase zeigten, wie tief die Auseinandersetzung mit dem Glaubensbekenntnis auf emotionaler und intellektueller Ebene gehen kann. Einige Teilnehmende erzählten später, dass sie die künstlerische Gestaltung des Heftes auch in ihrem persönlichen Umfeld weiterführend genutzt hatten, etwa mit ihren Kindern oder in Gesprächen mit anderen, um das Thema Glauben auf eine neue Art zu reflektieren.
Dieses Bildungsangebot ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie kreative Methoden dazu beitragen können, die Auseinandersetzung mit religiösen Themen zu vertiefen. Durch die Verbindung von Kunst, Diskussion und persönlicher Reflexion konnten die Teilnehmenden das Glaubensbekenntnis auf individuelle Weise erleben und ausdrücken. Das Experiment mit verschiedenen Kunstwerken und die kreative Gestaltung eines persönlichen Glaubensbuches ermöglichte den Teilnehmenden eine neue Perspektive auf ihr eigenes Glaubensverständnis und eröffnete neue Zugänge zur spirituellen Reflexion.
Kontaktdetails für Rückfragen
Angelika Brunnbauer
FB Tourismus im EOM
Tel. 089 2137 77276
Mail: abrunnbauer(at)eomuc.de
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