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Kann aus einem Frosch ein Prinz werden?

Zum Umgang mit Widerständen

Ohne Wissen über den Frosch keine Lösung

Es ist unabdingbar für den praktischen Umgang mit Widerständen, ein theoretisches Fundament zu besitzen. Man sollte wissen, was Widerstand ist und was zum Beispiel eine berechtigte Gegenrede. Man sollte die wichtigsten Formen von Widerstand trennen und noch fundamentaler einen Katalog möglicher Ursachen sein eigen nennen können. Da man Widerstände in der Praxis oft in konkreten Situationen erlebt (und man dann nicht mehr die Zeit hat, gründlich nachzudenken), sollte die wesentliche Theorie internalisiert sein. Oder wie es der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Dr. Merk einmal sagte: „Ich kann in einer Elfmeter-Situation nicht mehr das Regelwerk lesen.“

 

Küsse den Frosch statt abzuhauen oder draufzuhauen

Für den praktischen Umgang muss man zuerst die Bereiche des strukturellen Widerstand, z.B. gegen ein Projekt in der Pfarrei, und den Widerstand in einer konkreten Situation, z.B. bei der Vorstellung dieses Projekt in der Pfarrversammlung, unterscheiden. Für beide Felder gibt es eigene Vorgehensweisen. Beiden gemeinsam ist jedoch, dass es neben den bekannten Reaktionen „Kampf-Flucht-Erstarren“ eine andere, lösungsorientierte gibt: „to fiddle around“ – mit Widerständen spielen, also dem Frosch nahe kommen, um seinen Widerstand zu überwinden.

Wie mache ich das: Einen Frosch küssen?

Mit das Wichtigste an diesem Thema ist zuerst einmal zu erkennen, dass jeder Veränderungsprozess mit Widerständen verbunden ist. Diese wahrzunehmen und anzunehmen sowie konstruktiv einzubauen in das Projektmanagement, ist bereits eine erste aktive Umsetzung und entscheidend für einen Erfolg.

Umgang mit Widerstand kann man erlernen, aber ohne praktisches Einüben wird es nicht funktionieren. Deshalb genügt es nicht, nur einen Abend zum Thema Widerstand anzubieten. Varianten wären zwei Abende (Theorie-Einüben), oder noch besser drei Veranstaltungen (1. Abend: Theorie – Phase des bewussten Hinschauens und des Erkennens von Widerständen- 2. Abend: Austausch und praktische Umsetzungen – Phase des ersten Einübens vor Ort – 3. Abend: fallorientiertes Üben)

Das Thema eignet sich auch für ein Klausurwochenende, insbesondere wenn es um ein konkretes Veränderungsprojekt geht.

Das Download-Material bietet ihnen Impulse dazu. Referent*innen können Sie auch bei ihrem örtlichen Kreisbildungswerk oder bei der KEB München und Freising erfragen.

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