Familie
Qualifizierung zum:r Generationenmentor:in
MITEINANDER. BEGEGNUNG. SCHAFFEN.
Begegnungen schaffen – Gemeinschaft stärken
In unserem Alltag gibt es immer weniger Berührungspunkte, an denen Menschen unterschiedlichen Alters ganz selbstverständlich zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam handeln. Als Generationenmentor:innen setzen die Teilnehmer:innen genau hier an: Sie initiieren gezielt Begegnungen zwischen Jung und Alt, gestalten intergenerationelle Projekte und vernetzen engagierte Akteure vor Ort. Ziel ist es, die Lebenswelten der verschiedenen Generationen wieder miteinander zu verbinden und so ein solidarisches Miteinander zu fördern.
Lebenswelten und Altersbilder
Hinter der Qualifizierung steht die Überzeugung, dass altersübergreifende Lernprozesse für die Weiterentwicklung aller Generationen wichtig sind. Oft verhindern jedoch Stereotype oder mangelnde Gelegenheiten diesen Austausch. Die Ausbildung beleuchtet daher kritisch gesellschaftliche Altersbilder und vermittelt Wissen über die spezifischen Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Senior:innen. Auch die Beziehungen innerhalb der Familie (Großeltern – Eltern – Enkel) und wie diese durch gezielte Projekte gestärkt werden können, wird behandelt.
Der Weg zum:r Generationenmentor:in
Die Qualifizierung ist als praxisorientierter Lernweg konzipiert, der Theorie, Methodik und eigene Umsetzung eng miteinander verknüpft. Sie umfasst sechs Module sowie eine begleitete Projektphase.
Der Lernweg im Detail:
- Schritt 1: Fundament legen (Modul I & II): Zunächst werden die Grundlagen der intergenerationellen Bildung vermittelt. Die Teilnehmer:innen setzen sich mit Begrifflichkeiten, Gelingensbedingungen und Stolperfallen auseinander. Ein besonderer Fokus liegt auf der kritischen Reflexion von Altersbildern („Doing/Undoing Age“), um Stereotype und Altersdiskriminierung in der eigenen Arbeit zu erkennen und abzubauen.
- Schritt 2: Rollenklärung und Inspiration (Modul III): Hier definieren die Teilnehmer:innen ihre Haltung und Rolle als Generationenmentor:innen. Ein zentraler Bestandteil ist der Besuch der „Werkstatt der Generationen“ der inklusiven Montessori Schule an der Balanstraße. Vor Ort erleben die Teilnehmer:innen ein Best-Practice-Beispiel und kommen direkt mit beteiligten Senior:innen und Schüler:innen ins Gespräch.
- Schritt 3: Fokus Familie (Modul IV): Die Teilnehmer:innen beleuchten die spezifischen Beziehungen zwischen Großeltern, Eltern und Enkeln und wie diese in Projekten gestärkt werden können.
- Schritt 4: Projektplanung und Praxisphase (Modul V): Anschließend steigen die Teilnehmer:innen in das Projektmanagement ein: Unter Anleitung entwickeln sie eine konkrete Idee für ihr eigenes Umfeld, planen Kooperationen und legen methodische Vorgehensweisen fest. Zwischen den Modulen V und VI setzen die Teilnehmer:innen ihr eigenes Praxisprojekt in ihrem Arbeitsbereich oder Quartier um. Während dieser Zeit werden sie nicht allein gelassen, sondern erhalten Praxisberatung.
- Schritt 5: Abschluss & Zertifikat (Modul VI): Zum Abschluss präsentieren alle Teilnehmenden ihre Projekte, tauschen wertschätzendes Feedback aus und entwickeln Ideen zur Fortführung der Initiativen. Mit der erfolgreichen Umsetzung und Präsentation schließen die Teilnehmer:innen die Qualifizierung ab und erhalten ihr Zertifikat.
Rahmenbedingungen: Die Module finden teils als ganztägige Präsenzveranstaltungen und teils als kompakte Online-Einheiten am Abend statt.
Weiterführende Infos
Veranstalter:
- Münchner Bildungswerk e.V. (www.muenchner-bildungswerk.de)
- Abteilung 5.4.1 Profilbereiche Erwachsenenbildung des Erzbischöflichen Ordinariats München
- Arbeitsgemeinschaft Katholische Erwachsenenbildung München und Freising e.V. (www.keb-muenchen.de)
- Kath. Jugendstelle Garmisch-Partenkirchen des Erzbischöflichen Jugendamts München und Freisin)g (www.jugendstelle-gap.de)
- Landesarbeitsgemeinschaft Bayerischer Familienbildungsstätten e.V. (www.familienbildung-by.de
Lernraum auf der Lernplattform der Erzdiözese München und Freising: Best Practice Generationenprojekte
Kontaktdetails für Rückfragen
Karin Wimmer-Billeter (kwimmer-billeter@eomuc.de) oder Elisabeth Eisert (eeisert@eomuc.de).
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